{"id":454,"date":"2020-12-30T20:34:25","date_gmt":"2020-12-30T19:34:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nudelstation.de\/?p=454"},"modified":"2021-02-19T18:38:15","modified_gmt":"2021-02-19T17:38:15","slug":"schupfnudeln-selbst-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nudelstation.de\/schupfnudeln-selbst-machen\/","title":{"rendered":"Schupfnudeln selbst machen"},"content":{"rendered":"
In S\u00fcddeutschland wie auch in \u00d6sterreich sind Schupfnudeln ein echtes Leibgericht. Wurden die Fingernudeln, wie sie auch hei\u00dfen, fr\u00fcher nur aus Mehl und Wasser zubereitet, ist der traditionelle schw\u00e4bische Nudelteig ein Mix aus Mehl und Kartoffelp\u00fcree. Schupfnudeln sind herzhaft mit Sauerkraut und Speck, aber auch s\u00fc\u00df zu vielerlei Fr\u00fcchten eine Gaumenfreude. Es finden sich regional leichte Abweichungen, auch die Zubereitung zeigt sich mit Kochen, Braten oder Frittieren vielseitig. Schupfnudeln werden ausschlie\u00dflich von Hand gerollt.\n Schupfnudeln haben ihren Ursprung als Mahlzeit f\u00fcr die Landsknechte im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg. Die Soldaten stellten den Teig aus Roggenmehl und Wasser her, aus dem sie fingerdicke, rundlich-l\u00e4ngliche Nudeln formten und diese in Wasser gar kochten.\n Als die Kartoffel im 17. Jahrhundert Deutschland eroberte, kam die Schupfnudel zu neuen Ehren. Der preu\u00dfische K\u00f6nig Friedrich II. lie\u00df nun gestampfte Kartoffeln unter den Mehlteig mischen, da Mehl damals teuer war. Im s\u00fcddeutschen und badischen Raum entstanden daraus die traditionellen Schupfnudeln, deren Teig aus \u201ehalb und halb Mehl und Kartoffeln\u201c besteht und die im Schw\u00e4bischen W\u00f6rterbuch als von Hand gerollte Nudeln in Fingergr\u00f6\u00dfe beschrieben sind.\n \u201eSchupfen\u201c ist eine Bezeichnung f\u00fcr die Technik der Herstellung. Die Nudeln werden mit der gew\u00f6lbten Hand \u201eweggeschoben\u201c oder \u201eweggesto\u00dfen\u201c.\n Im Schwabenland nennt man sie auch \u201eBuabespitzle\u201c, womit auf ein bestimmtes m\u00e4nnliches K\u00f6rperteil angespielt wird. Die rundlich-l\u00e4nglichen Nudeln d\u00fcrfen in Schwaben bei keinem Dorf- oder Stadtfest, Jahrmarkt oder Weihnachtsmarkt fehlen. Verbreitet ist die traditionelle Spezialit\u00e4t aus einfachen Zutaten u.a. in den Regionen Bodensee-Oberschwaben, Stuttgart, Ostw\u00fcrttemberg, Neckar-Alb, Nordschwarzwald, Franken sowie Donau-Iller.\n Die schw\u00e4bischen Buabespitzle werden klassisch mit Speck und Sauerkraut serviert, daneben finden sich weitere deftige und herzhafte Gerichte, bei denen Schupfnudeln die Hauptrolle spielen. Besonders gerne werden sie zu Schweinefilet, Kasseler, Rippchen oder H\u00e4hnchen gegessen. Auch sahnige Gem\u00fcsepfannen sind mit Schupfnudeln ein Gedicht. In der s\u00fc\u00dfen Variante schmecken sie hervorragend mit Zimt und Zucker, Buttermohn und Apfelkompott. Aber auch frische Erdbeeren und Himbeeren munden zu s\u00fc\u00dfen Schupfnudeln wunderbar.\n Zutaten f\u00fcr 4 Personen:\n So geht’s:\n Gekochte Kartoffeln pellen und stampfen oder durch die Presse dr\u00fccken, Eier darunter geben und alles gut verr\u00fchren\/verkneten. Muskat und Salz hinzugeben, anschlie\u00dfend wird nach und nach das Mehl verarbeitet, bis eine feste, nicht klebende Teigsubstanz entsteht. Den Teig f\u00fcr ca. 20-30 Minuten ruhen lassen.\n Dann eine Portion Teig abnehmen, etwas bemehlen und eine l\u00e4ngliche, nicht zu dicke Rolle formen. Von dieser Rolle schneiden Sie etwa 1 cm breite St\u00fcckchen ab und formen diese zu 6 cm l\u00e4nglichen Rundnudeln, die nach oben und unten hin etwas schmaler zulaufen. Und das war es auch schon.\n \r\n Geschichte und Herkunft der Schupfnudeln\n \r\n
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\nDarreichung und Kombinationsm\u00f6glichkeiten\n
Rezept und Zubereitung\n
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