Nudeln richtig essen

Wie isst man Nudeln? Wir stellen typische Gewohnheiten und die richtige Verzehrweise vor. Löffel, Gabel, Messer, auch in Kombination – gerade bei langen Nudelsorten kommen mehrere Besteckteile zum Einsatz, aus Gründen der Einfachheit und Gewohnheit. Doch wie isst man Nudeln richtig? Für jegliche Nudelarten gilt: Benutzen Sie nur die Gabel, auch und insbesondere für Spaghetti und andere lange Nudelvarianten. Ausnahmen zeigen sich mit Eintöpfen und Suppen mit Nudeleinlage oder Teigwaren wie Lasagne oder Cannelloni, hier kommt der Löffel (mit) zum Einsatz.

Nudelarten, bei denen die Gabel selbstverständlich ist

Bei kurzen, runden, spiralförmigen, gefüllten Nudeln wie Farfalle, Fussili, Garganelli, Gnocchi, Penne, Rigatoni, Ravioli, Tortelloni, ist es simpel, das richtige Essbesteck zu wählen. Sie werden mit der Gabel aufgenommen und gegessen, mehr braucht es dazu nicht.

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Lange, dünne oder dickere Nudeln werden hingegen gewohnheitsmäßig meist mit Löffel und Gabel verzehrt. Dem italienischen Pastafreund stellen sich bei solch einem Anblick die Haare zu Berge. Für Lasagne und Cannelloni benutzen viele Messer und Gabel, wobei das Messer der besseren Portionierung dient. In Italien wird auch für das Zerteilen von Lasagne oder Cannelloni in erster Linie die Gabel genutzt. Einige Italiener bevorzugen den Löffel, der Messer und Gabel ersetzt. Die Lasagne wird mit dem Löffel zerteilt und gegessen. Das hat auch den Vorteil, dass sich die Soßenfüllung besser aufnehmen lässt.

Nudeln mit der Gabel essen

Messereinsatz bei Nudeln

In der Regel ist das Messer beim Nudelessen tabu, es wird oftmals aber zur Hilfe genommen, um Lasagne, Cannelloni oder Maultaschen in mundgerechte Stücke zu zerteilen. Auch für überbackene Nudelgerichte kommt das Messer gerne zum Einsatz, um Herr über den Käse zu werden. Eine weit verbreitetete (Un-) Sitte ist es, sehr lange flache oder hohle Nudeln wie Bandnudeln, Bucatini, Linguine, Tagliatelle oder gar Spaghetti zu zerschneiden. Auch diese Nudelarten werden im heimlichen Heimatland der Pasta ausschließlich mit der Gabel verzehrt. Das erfordert etwas Übung und Geduld.

Nudeln essen mit dem Löffel

Nudeleinlagen in Suppen werden mit dem Löffel gegessen, selbst wenn diese wie bei den Asianudeln länger sein können. Maultaschen oder andere gefüllte Nudeln lassen sich mit dem Löffel in mundgerechte Portionen teilen.

Aus der bequemen Gewohnheit heraus, hat sich in den europäischen Ländern außerhalb Italiens der Verzehr von Spaghetti und allen anderen langen Nudelarten mit Gabel und Löffel etabliert. Der Löffel bildet dabei die Dreh- und Aufwickelhilfe für die Nudeln ab, damit diese unfallfrei im Mund landen. Dazu wird eine kleinere Portion Nudeln zuerst mit der Gabel aufgespießt oder auf den Löffel bugsiert und in der ovalen Mulde zu einem mundgerechten Knäuel gedreht.

Lange Nudeln wie die Italiener ästhetisch perfekt genießen

Nudeln richtig essen

Messer und Löffel als Hilfsmittel für Spaghetti und andere lange Nudelarten sind für den pastaliebenden Italiener ein Graus!

Und auch in der gehobenen, europäischen Gastronomie ist die Gabel das Mittel der Wahl für Könner. Etliche Restaurants reichen aber den Löffel dazu, um ihren Gästen Peinlichkeiten und Verunreinigungen auf der Kleidung zu ersparen.

Das Geheimnis der richtigen Verzehrweise ohne Löffel liegt im „Aufspießen“ der Nudeln, damit diese allein mit der Gabel am Tellerrand aufgerollt werden können.

Und so funktioniert es: Nehmen Sie die Gabel in die Hand, mit der Sie alles verrichten (Rechts-/Linkshändler). Stechen Sie mit der Gabel in einige wenige Nudeln, so dass die Gabelzinken halt finden. Bei Röhrennudeln können Sie die runde Öffnung nutzen, die Nudelspitzen nach vorne klappen, mit der Gabel feststecken und anschließend am Tellerrand aufrollen. Das so gewickelte, kleine Nudelbündel wird nun mit der Gabel zum Mund geführt. Bei flachen, tiefen Tellern erfolgt das Aufdrehen zum äußeren Rand hin.

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Was überhaupt nicht geht, ist das „Schlürfen“ von Spaghetti oder langen Makkaroni vom Teller. Das ist lediglich den Kindern erlaubt, für die Extraportion Spaß und Flecken auf der Kleidung.

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