Nudeln selber machen oder kaufen?

Selber machen oder kaufen? Zugegeben, diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da viele Faktoren die Antwort bestimmen. Frische oder getrocknete, selbst gemachte Nudeln sind prinzipiell das Nonplusultra. Doch wie steht es um den Zeitaufwand und die Herstellung von unterschiedlichen Formen? Lassen sich bestimmte Nudelarten besser von Hand oder mit einer Nudelmaschine herstellen? Zutaten, Geschmack und Haltbarkeit sowie Lust auf Probieren/Experimentieren sind ebenfalls Kriterien für oder wider selbst gemachte oder gekaufte Nudeln. Bei fertigen Nudeln sollten Sie zu den getrockneten Produkten greifen.

Barilla Pasta Fusilli
Barilla Pasta Fusilli, 12er Pack a 1 kg (keine Originalabbildung)
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Zeit- und Arbeitsaufwand

Teigzubereitung, Herstellung der Nudelform, ggf. Einfärben und Trocknen der Pasta – All diese Schritte sind bei selbstgemachten Nudeln zu berücksichtigen. Nudelmaschinen, speziell elektrische, vollautomatische Nudelmaschinen helfen hier, viel Zeit einzusparen.

Bandnudeln, Fettucine, Tagliatelle, Lasagneplatten sind die Nudelsorten, die von Hand wie auch mit einer Nudelmaschine (manuell/elektrisch) unkompliziert und schnell zu fertigen sind. Anders sieht es hingegen z.B. bei Fusilli, Makkaroni, Ravioli oder Tortelloni aus. Zum einen benötigen Sie diverse Hilfsmittel und oftmals auch ein wenig Übung, bis Sie den Dreh oder die Fertigungsweise heraus haben. Gerade bei gefüllten Nudeln kommt das Zubereiten der Füllung als Zeitfaktor noch hinzu. Dafür bieten selbst hergestellte Tortellini oder Ravioli fantastische, kreative Möglichkeiten und einen einzigartig frischen Geschmack. Genügend Zeit und Geduld sind bei der hauseigenen Nudelproduktion daher unerlässlich.

Gekaufte Nudelsorten

In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, ob die gewünschte Nudelform besser von Hand oder mit einer Nudelmaschine zu fertigen ist.

Spaghetti gelingen aufgrund ihrer Länge und Feinheit am ehesten mit geeigneten Aufsätzen einer Nudelmaschine. Selbst Gourmets und Köche greifen hier gerne zu den fertigen, getrockneten Nudeln.

Wer besondere Nudelformen ausprobieren möchte, muss hier abwägen, ob er sich die Arbeit mit einer Nudelmaschine erleichtern will. Hier kommt es wiederum darauf an, welche Nudelaufsätze für das gewünschte Gerät verfügbar und ob diese erweiterbar sind.

Manche Nudelsorten können ausschließlich von Hand in Form gebracht werden. Dazu gehören beispielsweise Farfalle, die italienischen Öhrchennudeln „Orecchiette“, Gnocci oder Spätzle und Schupfnudeln.

Zutaten und Mengen

Nudeln nach eigenem Gusto, mit ausgewählten Zutaten und frei von Zusatz-, Konservierungs-und künstlichen Farbstoffen sind solche, die selbst hergestellt werden. Für jeden Geschmack finden sich Mehlsorten, darunter neben dem klassischen Weizenmehl, Mehl aus diversen Getreidesorten, Vollkornmehl, Mehl aus Hülsenfrüchten oder Wurzeln. Wer seine frischen Teignudeln einfärben will, hat dazu mit natürlichen Kräuter-, Gemüse- und Gewürzauszügen viele Möglichkeiten. Bei Füllungen lässt sich beliebig variieren und experimentieren, während die Auswahl an handelsüblichen, gefüllten Nudeln beschränkt ist. Der größte Vorteil ist, dass Sie wissen, was in Ihren Nudeln steckt.

Barilla Pasta Fusilli
Barilla Pasta Fusilli, 12er Pack a 1 kg (keine Originalabbildung)
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Die eigene Herstellung von Nudeln lohnt sich weiterhin für angemessene oder größere Mengen und gerade, wenn Sie Nudeln auf Vorrat trocknen wollen. Meist wird sich hier aber auf eine bestimmte Art konzentriert. Wer unterschiedliche Nudelarten auf Vorrat haben will, der ist kostengünstiger und einfacher mit gekauften Trockennudeln bedient.

gekaufte Nudeln

Geschmack

Hier sind sich alle einig: Es geht nichts über selbst gemachte Nudeln, auch hochwertige Deluxe-Sorten aus dem Handel reichen oftmals nicht an den unverwechselbaren Geschmack der „Selbstgemachten“ heran. Das liegt auch daran, dass der unbewusste Faktor „Erfolgserlebnis“ und der Stolz auf die gelungenen Nudeln das Geschmacksempfinden positiv beeinflussen.

Haltbarkeit von Nudeln

Getrocknete Nudeln aus dem Handel halten sich mindestens 2 Jahre, wenn sie kühl und trocken gelagert werden. Solche ohne Ei sind auch länger haltbar, jedoch schreibt der Gesetzgeber Minimum 2 Jahre vor. Selbst gemachte und vollständig getrocknete Nudeln sind mehrere Monate bei richtiger Lagerung haltbar. Frische, gekaufte Teignudeln zeigen ein Haltbarkeitsdatum von wenigen Tagen und sollten umgehend verzehrt und immer im Kühlschrank gelagert werden, ebenso ist es bei selbst hergestellten frischen Teigwaren.

Lust am Experimentieren

Selbst gemachte Pasta

Nudeln selber machen soll Spaß machen und wer Lust darauf hat, sollte es auch unbedingt tun – Schon allein um der Erfahrung willen und um der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Probieren, Experimentieren und Lernen sind dabei wichtige Punkte. Hier kommt es weniger auf Kosten und Nutzen, als auf die Freude an der Sache an.

Barilla Pasta Fusilli
Barilla Pasta Fusilli, 12er Pack a 1 kg (keine Originalabbildung)
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Beim Kauf: lieber getrocknete Nudeln als Frischteignudeln

Wer Nudeln lieber fertig kauft, sollte zu den Trockenwaren greifen und das nicht nur wegen der Haltbarkeit. Frische oder ungetrocknete Nudeln neigen zu schneller Verderblichkeit. Wenn die Kühlkette beim Transport nach Hause unterbrochen wird, können sich zudem Keime und Bakterien schneller ansammeln. Auch gibt es bei diesen Nudeln keine hundertprozentige Verlässlichkeit, dass von Seiten des Handels stets eine ordnungsgemäße Lagerung und Kühlung erfolgt. Wenn schon frisch, dann selbstgemacht. Übrigens lohnt sich mitunter auch ein Blick auf Tests. Denn einige gekaufte Sorten enthalten gesundheitsgefährdende Rückstände.

Nudeln selbst machen
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