Nudeln selbst machenRezepte

Fusilli-Teig selbst machen

Fusilli selbst machen – ist das schwer? Wie erklären Ihnen, wie Sie im wahrsten Sinne des Wortes den Dreh ‚rausbekommen. Das Problem: Fusilli sind optisch nicht immer gleich Fusilli, auch wenn all diesen Nudeln gemeinsam ist, dass sie eine mehr oder weniger spiralförmige Drehung aufweisen. Unterschiede zeigen sich insnbesondere bei der Herstellung von Hand, mithilfe einer manuellen oder elektrischen Nudelmaschine, bei industriell gefertigten Spiralnudeln und traditionellen, italienischen Fusilli.

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Fusilli selbst gemachtWir stellen Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor und wünschen ganz viel Spaß und freudige Geduld beim Ausprobieren. Zunächst stellen Sie den Nudelteig selnbst her. Bei Nudelmaschinen wird kein Salz in den Teig gegeben. Suchen Sie sich gleich eine Version der nachfolgend zusammengestellten Form-Möglichkeiten aus und legen Sie völlig unverkrampft los.

Fusilli von Hand gerollt nach italienischer Art

Fusilli von Hand rollen

Bei Fusilli denken die meisten an eine perfekt in sich gedrehte Nudelspirale, doch in Bella Italia, wo die „Mama“ ihre Teigwaren noch von Hand macht, sehen die besonderen Nudeln etwas anders aus. Gedreht sind sie natürlich auch, oder besser gesagt, mit Liebe, Herzblut und Erfahrung gerollt. Sie sehen aus wie lange in sich leicht gedrehte Röhrennudeln oder ähneln weichen Korkenzieherlocken. Dazu benötigen Sie ein langes Holzstäbchen, auch ein Schaschlikspieß aus Bambus oder Metall leistet seinen Dienst.

  • Italienische Variante 1: Aus einem Teil Teig formen Sie eine längliche Rolle, von der Sie kleinere Stücke von 2 – 4 cm Länge mit dem Messer abtrennen. Legen Sie ein Teigröllchen auf die bemehlte Arbeitsfläche und drücken sie das Holz- oder Metallstäbchen sanft in den Teig ein. Jetzt rollen Sie mit den Handballen Stäbchen samt Teig schnell vor und zurück, so dass sich der Teig nach rechts und links ausweitet. Dabei entstehen auch kleine Löcher, die eine Spiralform andeuten. Die fertigen Fusilli können eine Länge von 10 – 12 cm erreichen.
  • Italienische Variante 2: Diese Machart ist auch bei uns sehr beliebt, da sie die Helixform deutlicher herausbringt. Schneiden Sie den ausgerollten Teig in etwa 1 – 2 cm breite und 5 cm lange Streifen. Nehmen Sie nun einen Streifen und rollen Sie diesen zu einer Teigschlange. Setzen Sie die Teigschlange am oberen Ende des Stäbchens an. Rollen Sie den Teig nun derart versetzt um das Stäbchen auf, dass sich eine Spirale bildet. Die Nudel füllt dann etwas weniger als die halbe Stäbchenlänge aus und lässt sich leicht abziehen.

Selbst gemachte Fusilli

Fusilli einfach um Stricknadel oder Holzstäbchen wickeln

Wirklich kinderleicht, aber etwas zeitaufwendig ist die Klassikervariante, bei der ein schmaler Teigstreifen (Teig vorher natürlich dünn ausrollen) von etwa 6 – 10 cm akkurat um eine Stricknadel oder ein langes Stäbchen aus Holz oder Metall gewickelt wird. Dabei kann keiner etwas falsch machen und die einfache Spiralform macht optisch immer etwas daher. Die fertige Nudel dann in einem Rutsch schnell abziehen oder das Stäbchen herausziehen und die Fusilli auf eine bemehlte Fläche oder Backpapier legen.

Fusilli mit der passenden Matrize einer Nudelmaschine herstellen

Fusilli mit NudelmaschineDie Aufsätze, mit denen sich verschiedene Nudelformen bei einer Nudelmaschine herstellen lassen, werden als Matrizen bezeichnet. Mit diesen gelingen Fusilli, die den industriell gefertigten, perfekt geformten Nudeln sehr nahe kommen. Allerdings muss die Teigbeschaffenheit optimal sein, damit der Spiraldreh mit der Maschine gelingt. Kenner halten den Teig daher eher etwas trocken als zu feucht, damit dieser die richtige Spannung entwickeln kann. Hier hilft ein Tipp: Es wird nach und nach Mehl unter den Teig aus Hartweizengrieß und Wasser (mit oder ohne Ei) gemischt, bis die Konsistenz stimmt. Die Pasta Matrize für Fusilli erledigt den Rest.

Koch-Tipp für selbstgemachte Fusilli

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Bis auf wenige italienische Ausnahmen, die mehr der Röhrenform als der Spiralform ähneln, sollten frische Fusilli vor dem Kochen einige Stunden trocknen. So behalten sie ihre Form beim Kochen uind sehen zum Anbeißen aus. Genießen Sie dann die Nudeln in tollen Variationen.